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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: Sa 26. Apr 2008, 21:03 
@0815

ich weiß nicht, welche reiseführer du liest, aber letztendlich sollte doch der gesunde menschenverstand entscheiden, ob ich eine bertour wage oder sie besser sein lasse.
das jede bertour mit der vorbereitung beginnt, das bekommen kinder der berge mit der muttermilch intus und sollte sich mitlerweile sogar bis ins flachland herumgesprochen haben!

selbstverständlich sind alles erwachsene leute, nur wenn sie irgendwo abgestürtzt sind und verletzt sind, dann nützt halt der beste "erwachsene" nichts mehr und rufen um hilfe.
:?


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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: So 27. Apr 2008, 09:21 
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Registriert: Fr 11. Apr 2008, 15:56
Beiträge: 87
Yeti hat geschrieben:
@0815

ich weiß nicht, welche reiseführer du liest, aber letztendlich sollte doch der gesunde menschenverstand entscheiden, ob ich eine bertour wage oder sie besser sein lasse. :?

Tut mir aufrichtig leid, aber ich glaube nicht an den gesunden Menschenverstand.
Dieser müsste nämlich melden, dass es sich wohl kaum lohnt, auf einen Berg zu steigen, auf dem man vor lauter Nebel nichts sieht - wenn schon evtl. Gefahren nicht abschreckend wirken.
Möglich auch, dass relativ niedrige griechische Berge plus die kurze Aufstiegszeit von 1,5 Stunden nicht für voll genommen werden.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: So 27. Apr 2008, 12:32 
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Registriert: Mi 26. Mär 2008, 10:30
Beiträge: 591
Wohnort: Münsterland
Hallo,
da wir ja Experten zum Thema "Sicheres Bergsteigen" im Forum haben, könnten diese ja vielleicht einmal Tips zur Vorbereitung geben, speziell, wenn man den Kali Limni besteigen möchte.
Bei welchem Wetter kann man losgehen? Welcha Ausrüstung ist erforderlich? Was ist sonst zu beachten?
Wir waren noch nicht oben und wollen es dieses Jahr vielleicht machen...
LG
Jochen

_________________
Viele Grüße
Jochen


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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: So 27. Apr 2008, 12:50 
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Registriert: Fr 11. Apr 2008, 15:56
Beiträge: 87
Es sollte klares Wetter sein. Richtig wolkenlos.
Anziehen würde ich auf alle Fälle lange Hosen (wegen Sonnenbrand und evtl. Gestrüpp).
Und feste, knöchelhohe Schuhe. Knöchelhoh wg. Umknickgefahr.
Wie gesagt, es ist nicht anstrengend und auch wirklich gut markiert (rote Punkte und Steinmännchen), der Pfad dürfte mittlerweile auch richtig ausgetreten sein.
Der Weg ist nicht steil und auch wenig anstrengend, verläuft im Zickzack.
Der Einstieg beginnt hinter den Häusern von Lastos (man fährt da auf dem Hauptweg zwischen zwei Gebäuden durch), neben einem kreisrunden Schafspferch (sieht aus wie einer dieser Dreschplätze).
Die Beschreibung im MM-Führer ist sehr gut, die im Goldstadt-Wanderführer weniger. Für den Goldstadt-Wanderführer muss man die vorgeschlagenen Touren vermutlich schon mal gemacht haben, man kennt sich sonst nicht unbedingt aus.
Ausreichend Wasser mitnehmen, Verpflegung, Kopfbedeckung.
Eine Brotzeit mit ner kleinen Flasche Retsina, Tomaten, Brot, Käse bei traumhafter Aussicht ist wunderbar :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: So 27. Apr 2008, 13:30 
ich muß in einem ganz wichtigen punkt leider der kara0815 widersprechen!
es stimmt, das der weg ab der lastos hochalm ziemlich gut zu erkennen ist, da er schon gut ausgetreten wurde.
doch mir ist schleierhaft, welchen weg kara gegangen ist!
den zum unterschied zu meinen heimischen tiroler bergen, in dem der weg in steilem gelände in serpentinen bergauf führt, haben die griechen den weg einfach mal so in der kürzesten linie angelegt.
und von wegen nicht steil, das stück unterhalb des gipfels erfordert einiges an "wadelschmalz", da man ganz schön über steine, und geröll hochsteigen muß und das ziemlich großer hitze (wir hatten um 8:00 schon knackige 28 grad).
besonders wichtig ist viel wasser mitnehmen (minimal 1,5l) und schon früh regelmäßig trinken, nicht erst wenn man durst hat, sonst geht man blau.
am besten man ist schon um 6:00 uhr morgens bei lastos, dann schafft man den weg in 1,5, stunden und ist um 9:00 schon in tanassis pool zum abkühlen.
gut wäre eine lange leichte hose oder ,man hat hornhäute an den waden, denn es lauert ao allerlei dorniges gestrüpp auf dich.
kopfbedeckung wäre auch nicht schlecht, außer man ist so haarig wie ich (ggg).

dann mal allen wanderern viel spaß und laßt es schön lamgsam angehen.
Letztes jahr kamen uns ein paar aus einem land, in dem viel käse gegessen wird, auf unserem rückmarsch mit badelatschen entgegen und schauten uns ganz enzgeistert an, als ich ihnen sagte, es wären noch ca. 1 h zu gehen und siemit diesem schuhwerk sicher nicht hochkämen.
soweit zu flachländern.

und das beste wetter erfahrt ihr im internet, wenn der luftdruck steigt oder stabil ist, dann nichts wie los.

:ugeek:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: So 27. Apr 2008, 15:50 
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Registriert: Fr 25. Apr 2008, 17:05
Beiträge: 615
Wohnort: Sommer: D, F und GR - Winter: E (Andalusien)
Hallo Yeti,
danke für deine hervorragenden Tipps. Du als zotteliger Bergbewohner musst es ja nun wirklich wissen, das ist dir ja schon in die Wiege gelegt worden. Ich vermute, dass viele tatsächlich die Tour (und auch ihre eigene körperliche Verfassung) falsch einschätzen. Habe ähnliche Begegnungen wie du mit leichtsinnigen „Bergbezwingern“ gemacht und komme aus dem ‚Schüttelsyndrom’ nicht heraus.

Den Kali Limni kann ich – obwohl zigmal auf Kárpathos – leider noch nicht zu meinen Erfolgen zählen. Als Alleinreisende war ich immer auf der Suche nach jemanden, der ihn mit mir bezwingen wollte. Aber ich fand bisher niemanden, der zu meiner Lieblingswanderzeit (ab 6:00 Uhr) starten wollte.
Mehrmals habe ich versucht, den Kali Limni mit der TUI-Hellas zu machen, deren legendärer Wanderführer Walter damals noch die Tour anführte. Leider musste aber jedes Mal das Unternehmen wegen schlechten Wetters abgeblasen werden.
So kommt es, dass ich heuer immer noch nicht den KL zu meinen Erfolgen zählen kann.
Einmal wollte ich es doch mal alleine angehen, kam jedoch über Thanassis nicht hinaus.
Ob ich es in diesem Jahr schaffen werde?
Ob ich dort Spuren eines zotteligen Wesens entdecken werde, welches RM schon den Kopf verdrehte? Wer weiß!

Yassas
Kassandra

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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: So 27. Apr 2008, 16:33 
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 14:59
Beiträge: 313
Wohnort: Westlich des Urals
Ob ich alleine den Schilderungen im Reiseführer trauen würde - gerade bei einem Aufstieg- glaube ich eher nicht.
Wer schonmal obi war, der weiß, wieschnell, trotz Vorhersagen das Wettter sich ändern kann.
Dank ans tibetische Zotteltier für die fundierten Er- bzw. Aufklärungen. Dem kann ich nur zustimmen.
Gerade auch, was Lebensmittel/Wasser anbetrifft. Alkohol gehört definitiv nicht dazu. Den kann man sich am Abend ausklingend zuführen.
Mittlerweile nutze ich für meine Wanderungen zusätzlich zum Kompass ein GPS . Auf beides sollte man sich - gerade bei schlechten Sichtverhältnissen und schmalen Pfaden, nicht absolut verlassen. Wie sagt man so schön: "Das GPS gibt dir genau den Punkt an, an dem du stirbst". :?

_________________
Strichskiaskopie ist keine anrüchige Tätigkeit


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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: So 27. Apr 2008, 22:06 
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Registriert: Fr 11. Apr 2008, 15:56
Beiträge: 87
Yeti hat geschrieben:
ich muß in einem ganz wichtigen punkt leider der kara0815 widersprechen!
es stimmt, das der weg ab der lastos hochalm ziemlich gut zu erkennen ist, da er schon gut ausgetreten wurde.
doch mir ist schleierhaft, welchen weg kara gegangen ist!
den zum unterschied zu meinen heimischen tiroler bergen, in dem der weg in steilem gelände in serpentinen bergauf führt, haben die griechen den weg einfach mal so in der kürzesten linie angelegt.
und von wegen nicht steil, das stück unterhalb des gipfels erfordert einiges an "wadelschmalz", da man ganz schön über steine, und geröll hochsteigen muß und das ziemlich großer hitze (wir hatten um 8:00 schon knackige 28 grad).
besonders wichtig ist viel wasser mitnehmen (minimal 1,5l) und schon früh regelmäßig trinken, nicht erst wenn man durst hat, sonst geht man blau.


Der Weg beginnt nach der Ansiedlung auf der ersten Lastosebene am genannten Schafspferch.
Links, über eine Mauer auf einen Baum zu.
Es gibt da keinen anderen Weg.
Ich fand ihn leicht, gut, bin ne Frau, wir sind einfach härter :mrgreen:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: Mo 28. Apr 2008, 07:02 
@0815
natürlich gibt es nur den einen weg ab lastos!
aber nach deinen worten "verläuft im Zickzack", dachte ich, du läufts einen anderen!
denn von zickzack habe ich bei meinen vielen gipfelbesteigungen noch nie etwas bemerkt, auch das der "leicht" ist, habe ich noch nie so empfunden.
aber wahrscheinlich liegt es daran, das du geübter im gebirge bist als ich es bin.
kannst mich gerne mal auf einer trekkingtour in nepal begleiten.
jedenfalls kann ich nur warnen, den "spaziergang" auf den kali limni auf die leichte schulter zu nehmen!
der gipfel ist nicht nur eine herausforderung an die kontition, er erfordert auch einiges an trittsicherheit und vor allem die hitze (die felsen heizen sich im laufe des tages gewaltig auf) macht jedem zu schaffen, der zu spät losgeht.

ein einheimischer schüttelte nur den kopf, als ich ihm sagte, wir gingen (14. Juli) auf den limni.
er sagte, wir einheimischen gehen nur im frühjahr und herbst auf den berg, im sommer bleiben wir im schatten.
dem wäre wohl nichts mehr hinzuzufügen.

:ugeek:


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 Betreff des Beitrags: Re: Kali Limni
BeitragVerfasst: Mo 28. Apr 2008, 20:07 
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Registriert: Sa 5. Apr 2008, 01:11
Beiträge: 124
hallo liebe Bergfexe,

so wie dargestellt stimmt es schon mit dem ausgetretenen Weg, er ist mittlerer Weile kaum zu verfehlen, und einige Alpenbewohner (aus einem seeehr kleinen Alpenland) haben zusätzlich zu den Steinmännchen auch inzwischen Wegweiser angebracht. Wer aber da oben ist, der denke sich mal so 15 und mehr Jahre zurück - da gabs keine Wegweiser oder ausgetretene Pfade, da hatte nur die NASA GPS, und ich nicht mal 'nen Kompass dabei - aber dafür einiges an Bergerfahrung, und 'nen primitiven AOK-Wanderführer mit eingezeichneten Wasserstellen.

Wenn man sich da oben verläuft hat man prinzipiell besser 3L Wasser pro Nase mit, und ein paar Äpfel, sag ich aus meiner Erfahrung! Selbst das wurde schon etwas knapp damals...

Eines rate ich jedoch Jedem dringend ab: alleine da oben rumlaufen. Es stimmt nämlich, da kommen in den warmen Monaten nur Reisende/Touristen rauf, und die blieben auf den markierten Wegen. Hirten, Jäger u. Andere, die abseits der markierten Pfade gehen, und dabei vielleicht jemand Verirrten und Verletzten finden könnten, sind nur etwa von Oktober bis Mai da oben. Bergrettung gibts net. Und Yetis sind scheu und ortsgebunden, die helfen einem nur in Nepal oder Tirol...

Die Hirten und Jäger da oben halten sich über schlimmere Geschichten Fremden gegenüber eher sehr bedeckt. Erst als ich da wen näher kannte, hat er mir erzählt, dass da oben schon einige Wanderer verunglückt sind, das muss demnach an Inselunfällen direkt nach Motorradcrashs kommen. Vor wenigen Jahren wurde ein (Alleine-)Wanderer ziemlich lange vermisst, erst im Herbst fand ein Jäger die Leiche, weit ab vom Kali Limni, er war wohl abgestürzt und konnte keine Hilfe holen/rufen, ob es an Nebel lag weiss ich aber nicht.

Also immer mindestens zu 2. gehen, gescheite Schuhe, eine Windjacke (auch im Hochsommer!), Wasser und so weiter wie Oben aufgezählt. Ist schon eine sinnvolle Liste hier im thread.

Dran denken: es ist ein Berg und kein Sandkasten da oben.
Manchmal sieht das Wetter von Lastos aus recht gut aus, aber meist kommt der Wind und damit die Wolken von der anderen Seite (Hauptwindrichtung) und das kommt unglaublich schnell über den Gipfel, und dann steckt man im Nebelreissen, das kommt einem mit D-Zugtempo senkrecht entgegen, so schnell kannst nicht Zwinkern und bist dick eingenebelt. Die Bergfexe wissen, was ein Wettersturz ist und können bestätigen, dass das wortgetreu blitzschnell gehen kann. Auch bis zum Sommergewitter reicht dass da oben manchmal.

Quellen sind übrigens in unserem uralten schwarzweiss-AOK-Wanderführer ganz gut verzeichnet - die handgezeichneten Karten sind eher wie Piratenkarten, aber die Quellen findet man ganz gut damit. Das fehlt mir ein bischen in den neueren Führern.

Ansosten empfehle ich die Wanderung aber wärmstens!!! Ein Muss!

l.G.

Steff

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μικρὸν ἀπὸ τοῦ ἡλίου μετάστηθι. (Διογένης ὁ Σινωπεύς )


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