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 Betreff des Beitrags: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Do 16. Jun 2011, 17:55 
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Hallo,

bei aller Vorfreude auf Karpathos blicke ich in diesen Tagen doch auch mit einigen Sorgenfalten nach Griechenland:
Neben der Finanzkrise jetzt auch noch Regierungskrise. Noch völlig unklar, ob das Sparpaket im griechischen Parlament
durchkommt. Das wiederum ist ja Bedingung, dass die nächste Tranche von 12 Milliarden Euro gezahlt wird. Und das muss bis Juli erfolgen, wenn Griechenland nicht zahlungsunfähig werden soll. Die Verhandlungen für die weitere Milliardenhilfe ziehen sich nach heutigen Meldungen eventuell noch bis September hin.
Gestern sind die Demonstrationen zum ersten Mal seit einem Jahr gewaltätig gewesen.
Was passiert, wenn das alles eskaliert? Keine handlungsfähige Regierung mehr, keine finanzielle Unterstützung?
Auch wenn ich jetzt nicht glaube, dass es auf Karpathos zu Unruhen oder Ausschreitungen kommen könnte, würden Streik oder Chaos in Athen ja vielleicht auch Auswirkungen auf den Flugverkehr zu den Inseln haben?
Ich hoffe ja immer noch, dass die EU und IWF, allein schon um eine Kettenreaktion zu vermeiden (Irland, Portugal, Spanien), da eine Lösung finden. Wie es Griechenland allerdings schaffen will, in den nächsten Jahren ausser den Zinsen auch Tilgungen für die Kredite zu bediénen, bleibt mir ein Rätsel. Soweit ich das verfolgt bzw. verstanden habe, sind ausgerechnet die wohlhabenen Griechen von den Steuererhöhungen nicht betroffen. Und das verstärkt natürlich die Wut der Menschen, die arbeitslos sind oder von einer kleinen Rente leben müssen, genauso wie die Aussage unserer Bundeskanzlerin, die Griechen dürfen nicht so früh in Rente gehen.
Ich will jetzt hier keine miese Stimmung machen, ist nur die Sorge, dass dieses Land, das wir alle so lieben, in die größte Krise seit der Militärdiktatur fällt.
Ich hoffe, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten wieder von unserer tollen Insel berichten können und das sich die Lage wieder entspannt....oder sehe ich das alles jetzt zu kritisch und besorgt?

Liebe Grüße

Dirk


Zuletzt geändert von Zenky am Do 16. Jun 2011, 20:23, insgesamt 1-mal geändert.

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 Betreff des Beitrags: Re: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Do 16. Jun 2011, 18:28 
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Servus Dirk,

ich glaube nicht, dass Du das zu kritisch oder zu besorgt siehst. Deine Einschätzung "größte Krise seit der Militärdiktatur" teile ich auch. Es gibt ja nicht nur die Krise in Griechenland, es gibt auch steigenden Unwillen der Wähler in unseren Ländern, da noch weiter Steuergeld dafür aufzubringen. Das führt fast zwangsläufig zu einer Einstellung der Zahlungen an Griechenland - hierzulande fordern das ja die Rechtsparteien schon ganz unverblümt, und es wird sich bald kein Politiker mehr leisten können, diese Stimmung zu ignorieren, auch wenn das aus meiner Sicht keine seriöse Alternative ist.

Was uns Karpathosurlauber anbelangt erwarte ich mir Störungen im Flug- und Fährenverkehr, auf der Insel selber vermute ich eher weniger Probleme. Inwieweit die Versorgung vollständig gewährleistet ist, vermag ich nicht einzuschätzen. Insbesondere bei Treibstoffen könnte es schwierig werden, meine ich.

Spannend wird es auf jeden Fall - dass es nicht mehr so ist, wie es war, war im Mai schon spürbar. Dass Griechenland nächstes Jahr noch in der Eurozone ist, halte ich höchstens zu 50% für wahrscheinlich - die Menschen tun mir jetzt schon leid, was dann passiert, wird alles andere als lustig. Den Unmut vieler Griechen verstehe ich auch, nur fahren sie mit ihren Streiks meiner Meinung nach den Karren nur völlig an die Wand. Die Regierung auszutauschen wird nicht viel ändern können, eine neue wird genau dasselbe tun müssen, was jetzt gemacht wird.

Eines darf man allerdings auch nicht vergessen: was die Griechen durch die Euro-Einführung sich an Wohlstand erschlichen haben, hat diese ganze Misere erst verursacht. Für Gertraud und mich ist seit 2002 klar, dass das nicht gutgehen kann, und jetzt ist es so weit, wie wir befürchteten. Ein Staat ist kein Sozialinstitut, das von außen erhalten werden kann. Was er seinen Bürgern gibt, muss aus einer funktionierenden Wirtschaft stammen, alles andere geht auf die Dauer schief.

Gruß Franz

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 Betreff des Beitrags: Re: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Do 16. Jun 2011, 23:00 
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Hallo Ihr Lieben,
auch ich gehöre zu denen, die eher besorgt zu unseren Freunden blicken.
Denn oftmals ist es so, das gerade die jenigen, die mit harter ehrlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen, in solch schwierigen Zeiten leiden!
Mal ehrlich:
Jeder von uns kennt sicher eine handvoll Menschen auf Karpathos, die (in Arbeitsstunden gerechnet) jeden Tag während der Saison, und die ist verdammt lang, sieben Tage (!) die Woche, 14 Stunden und mehr hart schuften, damit wir unseren Urlaub so angenehm verbringen können, wir wir es erwarten bzw. auch erleben und bekommen.
Ich behaupte mal, nur die wenigsten von uns wären bereit dazu!!! Eine 40 Std.Woche (wenn überhaupt), Gleitzeit und einige Überstunden, das machen wir, was ist das schon???
Nur die wenigsten leisten ein vergleichbares Pensum. Komm` mir jetzt keiner mit dem Argument "ach, die machen das doch nur im Sommer" ... das ist Quatsch!!! Viele Griechen suchen sich im Winter Jobs, um über die Runden zu kommen!

Sollte in den nächsten Monaten dort alles zusammenbrechen, sind es genau die jenigen, die es treffen wird. Das ist schlimm!

OK! Das ist die eine Seite! Die andere Seite ist die, auf welcher Steuern hinterzogen oder nicht im Traum dran gedacht wird, sie zu bezahlen. Die Seite, auf welcher auf Staatskosten gelebt wird. Da muss was getan werden!
Aber es gibt noch eine Seite ... die der politischen Manipulation. Eine schmutzige Seite!
Nämlich die fragwürdige Seite u.a. der Rating-Argenturen. Nicht nur ich frage mich (das wird übrigens in diversen Internet-Foren etc. diskutiert) wieso Griechenland (und das ist einmalig) von "B" gleich auf "CCC" runtergestuft wurde. S&P (Standard and Poors) mag eine seriöse Agentur sein, das würde ich hier öffentlich auch nie bestreiten!
Aber: es gibt ein berechtigtes Interesse verschiedner "Kräfte" daran, den Euro zu schwächen, also käme eine Euro-Krise bestimmten "Kräften" auch sehr gelegen ...
Verschwörungstheorie?? Weit gefehlt! Das ist Wirtschaftspolitik, Globalisierung, harter Konkurenzkampf! Die Wirklichkeit!!!
Zudem, ein weiterer Aspekt: Es gibt Länder innerhalb der EU, die (wie auch immer sie reingekommen sind...), mit Sicherheit nicht großartig anders da stehen als Griechenland ... was ist mit denen? Und was ist mit denen, die reinwollen, wo wir jetzt schon (berechtigte) Bauchschmerzen haben??
Gut, das führt jetzt alles zu weit ...
Griechenland muss seine Probleme in den Griff bekommen. Das ist Fakt. Ob wir von der derzeitigen Negativ-Stimmung etwas auf Karpathos mitbekommen ... wir werden es erleben.

Na ja ... unsere Kanzlerin Merkel hat mit Ihrem "die Griechen sind fauler als wir" - Quatsch die Stimmung ja auch nicht gerade aufgehellt. Das war ja auch typisch für sie :twisted:

Ich persönlich hoffe, dass alles gut ausgeht. Denn, was nach einem Austritt oder Rauswurf aus der Euro-Zone dort los ist, mag ich mir nicht vorstellen.
Treu, soweit es machbar und bezahlbar ist, bleibe ich Karpathos auf jeden Fall :jaja.gif:
Das bin ich "der Insel" für all die schönen Stunden der vergangenen Jahre einfach schuldig! Und den Menschen, die dort leben!
... allles natürlich rein meine persönliche Meinung ...

LG,
Frank

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Der gesunde Menschenverstand ist nur die Summe aller Vorurteile, die einem in der Kindheit eingebleut worden sind.


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 Betreff des Beitrags: Re: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Do 16. Jun 2011, 23:33 
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@Franz, Frank:

Ihr sprecht mir aus der Seele: Wichtig ist eine differenzierte Sichtweise. Einerseits die Politik, die die Fehler gemacht hat, andererseits die Menschen, die darunter leiden. Es wird da in der öffentlichen Meinung jetzt schnell pauschaliert. Was früher so faziniert hat: Die lockere, südliche Lebensweise (siga, siga), bloß nicht so viel Stress wie im hektischen Deutschland. wird jetzt umgedreht. Jetzt sind auf einmal alle Griechen korrupte Steuerhinterzieher. Diese Meinung wird dann natürlich meistens von den Leuten verbreitet, die wahrscheinlich noch nie in Griechenland waren.
Soll jetzt nicht heissen, dass in Griechenland nicht einiges schiefgelaufen ist. Schon die Vorgängerregierung hat genug mit dem Schlamassel zu tun, kein Wunder, dass die sich jetzt nicht mehr beteiligen wollen.
Klar ist auch , dass da einige Anstrengungen notwendig sind, aus dieser Krise rauszukommen und das das Jahrzehnte dauern kann. Jetzt das Sparpaket wieder neu zu verhandeln oder auch neue Generalstreiks auszurufen ist da bestimmt nicht hilfreich.
Und so ganz nebenbei: Auch das Wirtschaftsland Deutschland steht ja nicht sooo glorreich da.
Und die Ratingagenturen haben inzwischen eine Macht, die nicht mehr zu verantworten ist, nicht nur in Hinsicht auf Griechenland.

Und Frank, da kann ich mich nur anschliessen: Solange wir ungehindert hinkommen, bleibe ich Karpathos treu, gerade jetzt!!!


LG

Dirk


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 Betreff des Beitrags: Re: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Fr 17. Jun 2011, 09:10 
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Hallo Zusammen und insbesondere Frank,

Du schreibst:
"Nicht nur ich frage mich (das wird übrigens in diversen Internet-Foren etc. diskutiert) wieso Griechenland (und das ist einmalig) von "B" gleich auf "CCC" runtergestuft wurde. "

Das könnte unter anderem daran liegen, das die National Bank of Greece damit angefangen hat ihre eigenen Staatsanleihen abzustoßen und das in nicht gerade geringen Umfang. Ich glaube ich habe gelesen das Sie ca. 13 Milliarden hatten und davon schon etwa 5 Milliarden abgestoßen haben.

LG
Thomas


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 Betreff des Beitrags: Re: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Fr 17. Jun 2011, 09:14 
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Servus ihr,

Zenky hat geschrieben:
Und die Ratingagenturen haben inzwischen eine Macht, die nicht mehr zu verantworten ist, nicht nur in Hinsicht auf Griechenland.

Das stimmt wohl - aber warum haben sie die? Das ist leider ebenso einfach wie unvermeidlich: das liegt eindeutig an der verantwortungslosen Schuldenpolitik unserer ach so großartigen Politiker ...

Frank hat geschrieben:
... oftmals ist es so, das gerade die jenigen, die mit harter ehrlicher Arbeit ihren Lebensunterhalt verdienen, in solch schwierigen Zeiten leiden!

Leider nur zu wahr - die, die wirklich etwas leisten sind die Einzigen die man ausplündern kann, und mit dem Rücken zur Wand bleibt dem Staat nichts Anderes übrig :shock:

Thomas hat geschrieben:
Das könnte unter anderem daran liegen, das die National Bank of Greece damit angefangen hat ihre eigenen Staatsanleihen abzustoßen ...

So viel zur Eigenverantwortlichkeit der griechischen Politik :(
Dass wir Karpathos und seinen Menschen treu bleiben, steht auch für uns nicht im Geringsten in Frage :love-aok:

Gruß Franz

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 Betreff des Beitrags: Re: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Di 14. Aug 2012, 17:29 
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Wie die Financial Times Deutschland heute berichtet, konnte Griechenland kurzfristig einen Zahlungsausfall abwenden. Etwas mehr als 4 Mrd. € konnte sich Griechenland über kurzfristige (13 wöchige) Anleihen besorgen. Wer sich dafür interessiert: http://www.ftd.de/politik/europa/:schul ... 76571.html


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 Betreff des Beitrags: Re: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Di 25. Sep 2012, 17:35 
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Registriert: Di 25. Sep 2012, 13:58
Beiträge: 7
Ich kann die Sorge des Threadstarters mehr als verstehen. Ein Grund mehr,Griechenland zu supporten. :dafuer.gif:
Ich werde als "stets nach Griechenland reisende Person" nicht selten auf meine Einstellung zur Krise gefragt, und ich spüre mittlerweile bei einigen
eine gewisse "Abneigung" gegenüber den "Alles verprassenden Griechen", was auch immer der Moment ist, in dem mein Wutpegel gut nach oben schnellt.
Das beste ,was ich ejtzt grad gelesen habe war ein Slogan ala:
"Keine Unterstützung für Griechenland!!! Lieber günstigeres Benzin für Deutschland,damit woir auch morgen noch zur Arbeit fahren können!".
Ich meine, wieviel Halbwissen kann ein Mensch besitzen???
Ich habe eher das Gefühl,das (vielleicht sogar gewollt) Länder gegeneinander aufgerührt werden und die "Halb-Sxchlauen" sofort auf den Zug aufspringen ohne darüber nachzudenken.
Ich kann nicht verstehen, wie Menschen ernsthaft davon ausgehen können,das der "Mann von der Strasse" dafür verantwortlich gemacht werden kann! :martina1.gif:
Es ist eine von Banken und Politik gleichermassen geschaffene Problematik und das Volk wird es ausbaden....wie immer!!!
Aber wie daraus eine Antipathie gegenüber dem griechischen Volk entstehen kann ist mir ein Rätsel.
Ich für meinen Teil tue alles in meiner Macht stehende um zu helfen.
Ulli :beipflicht:


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 Betreff des Beitrags: Re: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Do 27. Sep 2012, 12:16 
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Beiträge: 24
Wohnort: GR 85700
1. Seit über 10 Jahren lebe ich nun auf Karpathos und entdecke immer mehr Ähnlichkeiten zwischen dem System Kohl/Merkel und der griechischen Führungsetage in Athen. Das oberste Interesse der Politiker hier wie dort ist nicht das Wohl des Volkes sondern der Machterhalt der eigenen Partei oder Clique. In Deutschland werden Konkurrenten weg gelobt nach Brüssel oder in Misskredit gebracht oder kalt gestellt. In Griechenland gibt es ein perfekt funktionierendes Klientelsystem, welches dem Gewählten und dem Wähler ein hohes Maß an Vorteilen verschafft. Mein Eindruck ist, dass Otto Normalverbraucher hier wie dort keine Möglichkeit hat, eine Partei zu wählen, die die Interessen der Mehrheit des Volkes vertritt. In Deutschland wird gesagt, die Schere zwischen Arm und Reich klafft immer weiter auseinander; in Griechenland wird den 10.000 reichsten Familien keinerlei Lasten am Abbau der Schulden auferlegt.
2. Die überhöhten Schulden haben diese - ich nenne sie mal - spätkapitalistischen Systeme angreifbar gemacht. Ich bin der Überzeugung, dass der "Virus", der Irland, Griechenland, Portugal, Spanien, Italien, Zypern gefallen hat, sich weiter ausbreiten wird und auch recht bald Deutschland und Österreich befallen wird. Die Wall Street und die von den USA hofierten Rating-Agenturen werden dafür sorgen!
3. Wer denn nun wissend oder halbwissend ist, ist meiner Meinung nach völlig irrelevant, sondern die entscheidende Frage ist für mich, ob die Bürger weiterhin die Politiker und Wirtschaftsbosse und Banken machen lassen und Hände in den Schoß legen - oder ob sich in Europa so ein ähnliches kollektives Bewusstsein entwickelt wie damals 1989 in der DDR: "wir sind das Volk!" - Und die Dämonen und Scharlatane vertreibt!


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 Betreff des Beitrags: Re: Lage in Griechenland
BeitragVerfasst: Di 9. Apr 2013, 15:33 
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Registriert: Mo 31. Mär 2008, 14:59
Beiträge: 313
Wohnort: Westlich des Urals
Nun, der Thread ist älter, das Thema ist das gleiche. Während die Krise in Griechenland schon Alltag ist, Zypern knapp vor dem finanziellen Kollaps vorbeigerutscht ist, offeriert man uns immer neue Wackelkandidaten. Selbst Frankreich steht nicht so gut da, wie man angenommen hat.

Besorgt, ja wütend stimmt mich die Presse und die allgemeine Stimmung in den Staaten, die nun einen rigiden Sparkurs fahren müssen, um an die Hilfsmillarden aus EU-Töpfen zu kommen - wo man doch nett vorher jahrelang au "dicke Hose" gemacht hat. Schnell hat man Nazivergleiche bei der Hand, trägt Plakate der Kanzlerin mit Hitler-Bärtchen etc.
Unabhängig davon, dass es langsam nervt und es zeigt, dass diese Leute, die gerne die Nazi-Stereotypen bemühen, weder Weitsicht, Geschichtswissen noch irgendetwas im Hirn haben, verleidet es mir (und viele, die ich spreche) immer mehr, mein sauer verdientes Geld in Form von Urlaub in diese Länder zu tragen.
Wie sehr Ihr das ??

lieben gruss
hombre

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