Re: Money, money, money...
Verfasst: Di 2. Mär 2010, 19:10
Liebe Forumsmitglieder,
wir Deutschen jammern ja gern auf hohem Niveau.
Die Frage, was für den Urlauber teurer wird, halte ich insofern für zweitrangig.
Wie sich das Leben einschneidend für die Griechen ändern wird, erscheint vorrangiger.
Da ich Griechenland und seine Menschen durch viele Reisen und lange Aufenthalte sehr gut kenne, hier meine Thesen zur aktuellen Krise:
Es gibt gravierende Mentalitätsunterschiede zwischen Nord- und Südeuropa.
Wer ein bisschen in puncto Sozialwissenschaften und Anthropologie interessiert ist, macht ein Merkmal aus, das sicherlich zu den augenblicklichen Unstimmigkeiten beiträgt:
Das soziale Wertesystem ist völlig anders.
1. In Deutschland zählt Tempo und Effizienz, der Schnelle ist der Bessere.
2. In Griechenland ist Schnelligkeit und Hektik ein Zeichen minderer Intelligenz, der Langsame ist der Gewinner durch seine Gelassenheit.
Und - noch gravierender - (und historisch bedingt, weil die Griechen schon immer im Handel der Levante erfolgreich waren und auf 500 Jahre Besatzung durch die Osmanen zurückblicken):
1. In Deutschland ist Ehrlichkeit eine eiserne Tugend.
2. In Griechenland ist der, der geschickt betrügt, ein guter Geschäftsmann und hoch geschätzt.
Insofern ist der Staatsbankrott und die Hängematte der EU kalkuliert und beabsichtigt. Man ist ja Meister der Improvisation.
Griechen denken anders.
Europa hat es verpasst, diesen historischen und sozialen Unterschieden gerecht zu werden. Nichts kann über einen Kamm geschoren werden.
Gute Grüße
Carolin
wir Deutschen jammern ja gern auf hohem Niveau.
Die Frage, was für den Urlauber teurer wird, halte ich insofern für zweitrangig.
Wie sich das Leben einschneidend für die Griechen ändern wird, erscheint vorrangiger.
Da ich Griechenland und seine Menschen durch viele Reisen und lange Aufenthalte sehr gut kenne, hier meine Thesen zur aktuellen Krise:
Es gibt gravierende Mentalitätsunterschiede zwischen Nord- und Südeuropa.
Wer ein bisschen in puncto Sozialwissenschaften und Anthropologie interessiert ist, macht ein Merkmal aus, das sicherlich zu den augenblicklichen Unstimmigkeiten beiträgt:
Das soziale Wertesystem ist völlig anders.
1. In Deutschland zählt Tempo und Effizienz, der Schnelle ist der Bessere.
2. In Griechenland ist Schnelligkeit und Hektik ein Zeichen minderer Intelligenz, der Langsame ist der Gewinner durch seine Gelassenheit.
Und - noch gravierender - (und historisch bedingt, weil die Griechen schon immer im Handel der Levante erfolgreich waren und auf 500 Jahre Besatzung durch die Osmanen zurückblicken):
1. In Deutschland ist Ehrlichkeit eine eiserne Tugend.
2. In Griechenland ist der, der geschickt betrügt, ein guter Geschäftsmann und hoch geschätzt.
Insofern ist der Staatsbankrott und die Hängematte der EU kalkuliert und beabsichtigt. Man ist ja Meister der Improvisation.
Griechen denken anders.
Europa hat es verpasst, diesen historischen und sozialen Unterschieden gerecht zu werden. Nichts kann über einen Kamm geschoren werden.
Gute Grüße
Carolin